Xamarin-Migration
Xamarin-Apps auf .NET MAUI migrieren.
Xamarin wird seit dem 1. Mai 2024 nicht mehr unterstützt. Wir analysieren Ihre Codebasis, beziffern den Aufwand und migrieren auf .NET MAUI – auf Wunsch, während Sie parallel weiterentwickeln.
Was das Support-Ende bedeutet.
Microsoft hat den Support für Xamarin und Xamarin.Forms am 1. Mai 2024 eingestellt. Seitdem gibt es keine Sicherheitsupdates, keine Fehlerbehebungen und keine Anpassungen an neue iOS- und Android-Versionen mehr.
Die App läuft dadurch nicht über Nacht nicht mehr. Der Druck kommt schleichend, aus drei Richtungen: Apple und Google verlangen für neue Einreichungen aktuellere SDK-Versionen, Bibliotheken von Drittanbietern stellen ihre Xamarin-Varianten ein, und jede neue OS-Version kann Verhalten ändern, das niemand mehr korrigiert.
Praktisch heißt das: Solange nichts zu ändern ist, geht es gut. Sobald ein Fehler auftritt oder eine Funktion dazukommen soll, wird es teuer.
Woran Sie merken, dass es Zeit wird.
Store-Einreichung schlägt fehl
Apple oder Google lehnen das Update ab, weil gegen ein zu altes SDK gebaut wurde. Ab hier lässt sich die App nicht mehr korrigieren – auch kein Sicherheitsfehler.
Bibliotheken werden eingestellt
Ein Paket, an dem die App hängt, hat seine letzte Xamarin-Version veröffentlicht. Ab dann sind Sie auf einem Stand eingefroren, den niemand mehr pflegt.
Niemand fasst den Code mehr an
Das leiseste und teuerste Signal: Anforderungen werden nicht mehr gestellt, weil alle wissen, dass es kompliziert wird. Die App entwickelt sich nicht weiter, obwohl das Geschäft es täte.
So läuft die Migration ab.
1. Analyse
Wir sichten Codebasis, Abhängigkeiten und Build. Ergebnis ist eine Liste: Was wandert unverändert, was muss umgebaut, was sollte bei der Gelegenheit ersetzt werden.
2. Projektstruktur
Xamarin.Forms verteilt sich auf mehrere Projekte, MAUI arbeitet mit einem Single Project. Dieser Schritt ist größtenteils mechanisch, berührt aber jede Datei.
3. Renderer zu Handlern
Der zeitaufwendigste Teil. Custom Renderer sind das Konzept, das MAUI durch Handler ersetzt – hier steckt in den meisten Projekten der Löwenanteil des Aufwands.
4. Test auf Geräten
Nach der Migration zählt nicht der grüne Build, sondern das Verhalten auf echter Hardware. Wir testen auf realen Geräten, nicht nur im Simulator.
Wovon Dauer und Kosten abhängen.
Eine seriöse Zahl lässt sich erst nach der Analyse nennen – aber die Treiber sind immer dieselben:
- Anzahl der Custom Renderer. Der größte Einzelposten. Fünf sind überschaubar, fünfzig sind ein Projekt.
- Drittanbieter-Bibliotheken. Gibt es eine MAUI-Variante? Wenn nicht, muss ersetzt oder nachgebaut werden.
- Trennung von Logik und Oberfläche. Sauber getrennter Code wandert weitgehend unverändert. Logik in Code-Behind-Dateien kostet.
- Testabdeckung. Vorhandene Tests verkürzen die Abnahme deutlich – fehlen sie, muss von Hand geprüft werden.
KI-gestützte Werkzeuge erledigen inzwischen einen guten Teil der mechanischen Arbeit, etwa Namespace-Umstellungen. Was sie nicht abnehmen: die Entscheidung, was ersetzt gehört, und die Prüfung auf dem Gerät.
Migrations-Check zum Festpreis.
Migration, ohne die Entwicklung anzuhalten.
Der häufigste Einwand: Wir können nicht ein halbes Jahr auf neue Funktionen verzichten. Müssen Sie auch nicht.
Wir arbeiten in einem eigenen Zweig und ziehen regelmäßig nach, was im produktiven Stand passiert. Voraussetzung ist eine Absprache darüber, welche Bereiche während der Migration möglichst ruhig bleiben – meist genau die, die ohnehin umgebaut werden. Bugfixes und kleinere Anpassungen laufen parallel weiter.
Alternativ migrieren wir gemeinsam mit Ihrem Team: Wir übernehmen die kniffligen Teile und arbeiten Ihre Entwickler dabei ein.
Migration kann förderfähig sein.
Der Digitalbonus Bayern nennt Migration und Portierung von IT-Systemen und IT-Anwendungen ausdrücklich als Förderbereich. Gefördert werden 50 % der förderfähigen Ausgaben – bis 7.500 € im Standard, bis 30.000 € im Plus-Programm bei besonderem Innovationsgehalt.
Voraussetzungen sind unter anderem eine Betriebsstätte in Bayern, die Einstufung als kleines Unternehmen und – besonders wichtig – die Antragstellung vor Projektbeginn. Ob Ihr Fall passt, entscheidet die zuständige Bezirksregierung; wir liefern die technische Beschreibung dazu.
Häufige Fragen zur Xamarin-Migration.
Müssen wir wirklich migrieren? Die App läuft doch.
Solange Sie nichts ändern müssen, läuft sie weiter. Kritisch wird es beim nächsten Store-Update, bei einer Sicherheitslücke in einer Bibliothek oder bei der nächsten OS-Version. Der Zeitpunkt lässt sich planen – oder er passt Ihnen irgendwann nicht.
Ist eine Neuentwicklung nicht sinnvoller?
Manchmal ja. Wenn die App fachlich ohnehin überholt ist und viele Renderer eigene Wege gehen, kann ein Neubau günstiger sein als die Migration. Diese Frage beantwortet der Audit – und wir sagen es Ihnen auch dann, wenn die Antwort der kleinere Auftrag ist.
Wie lange dauert eine Migration?
Von wenigen Wochen bei einer überschaubaren App bis zu mehreren Monaten bei großen Anwendungen mit vielen Custom Renderern. Die Analyse liefert dazu eine Spanne mit Begründung, keine Wunschzahl.
Bleibt die App im Store unter derselben ID?
Ja. Bundle Identifier, App-ID und Bewertungen bleiben erhalten – für Ihre Nutzer ist es ein normales Update. Wichtig ist die saubere Übernahme von Signierung und Berechtigungen, weil hier die meisten Migrationen kurz vor dem Ziel hängen bleiben.
Können wir bei der Gelegenheit die Oberfläche erneuern?
Möglich, aber wir raten meist zur Trennung: erst migrieren und stabil veröffentlichen, dann umgestalten. Wer beides zugleich macht, weiß bei einem Fehler nicht, woher er kommt.
Was ist mit unserem bestehenden Team?
Wir arbeiten gern gemeinsam. Ihre Entwickler kennen die Fachlichkeit, wir bringen die MAUI-Erfahrung mit – und danach kann Ihr Team eigenständig weiterarbeiten.
Unsicher, wie groß Ihr Fall ist? Genau dafür gibt es den Migrations-Check.
